Es war einmal, in den weiten Landen des Nordens, eine kleine Schule an der Müritz. An einem Mittwoch, den 18. März, kam es, dass trotz Schulschluss, noch zahlreiche Stimmen und Schritte auf den Gängen des Goethehauses zu hören waren. Doch kaum dass die Uhr 17- Mal schlug, verklangen diese Geräusche und wurden kurz darauf durch sanfte Melodien ersetzt. Sie dienten als Auftakt eines, von Schönheit und Spaß geprägten Abends, dem Literarischen Abend.

Nach der musikalischen Eröffnung durch Lena Müller und Eva Peters, folgte die Begrüßung durch die Moderatorinnen Lena, Klara und Anna aus der 12. Klasse und die Vorstellung des geplanten Programms. Dazu zählten nicht nur fesselnde Gedichte und fiktive Tagebucheinträge, sondern auch zwei Theaterstücke. Nicht zu vergessen, auch das Snackbuffet in der Pause zwischendrin, das durch die 11. Klassen organisiert wurde.

Eine dieser 11. Klässler, Emely Clara Daniel, leitete den ersten Block der Veranstaltung mit ihrem regelrecht magischen Gedicht ,,Jahreszeiten” ein. In der Welt der Magie bleibend, präsentierte Anne Henning, einen Tagebucheintrag Harry Potters und Merle Thiel, schloss sich mit ihrem Werk ,,Liebes Tagebuch” an. Durch diese konnten die beiden Mädchen aus der 8. Klasse den ganzen Raum verzaubern.

Mit Texten wie ,,Du begleitest mich” von Enola Fellner oder ,,Giftige Liebe” verfasst von Tea Kramer wurde die emotionale Seite der Zuhörer angesprochen, welche mit Beiträgen der 12. Klassen zum 2. Weltkrieg ein Bild der Widersprüchlichkeit vor Augen geführt bekommen haben. Liebe und Sehnsucht auf der einen und Schmerz und Leid auf der anderen Seite. Zu den Beiträgen zählten beispielsweise ,,Deutscher Winter 1945” und ,,der Befehl”.

Das Theaterstück ,,Autoren und literarische Strömungen”, das vom Wahlpflichtkurs Theater ausgearbeitet wurde, bot dazu eine angenehme Abwechslung.

Nach solch spannungsgeladenen Ausarbeitungen, waren die Pause und das gut befüllte Buffet sehr willkommen.

Nun durch Würstchen im Schlafrock und Schnitten gestärkt, konnte der zweite Teil beginnen. Dieses Mal standen zu Beginn Expressionismus und Neuromantik im Fokus, welche in mehreren kurzen Texten von Lara Doss und ,,Winterspaziergang” von Hannes Klaiber verkörpert wurden.

Durch Louiza Prinzs faszinierendes Gedicht ,,Vernetzter” wurde das Publikum aus dem 20. Jahrhundert hinein ins 21. Jahrhundert geführt. Dementsprechend wurden Themen wie die Entwicklung der Frau und der Schulalltag angesprochen. Wobei letzteres, dank verschiedener Schulwörter, die nervenaufreibende Seite der Schule wunderbar darstellen konnte.

Den krönenden Abschluss bildeten schließlich die Beiträge von zwei 10. Klässlerinnen, welche durch das Umschreiben von Balladen in Jugendsprache dem einen oder der anderen ein Schmunzeln entlocken konnten.

Hiermit endete der literarische Abend, mit einem Lächeln im Gesicht. Denn er diente nicht nur zur Unterhaltung, sondern bot er auch vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Publikum auf eine kleine Reise in ihre Welt mitzunehmen. Eine Welt, die möglicherweise noch mehr zu zeigen hat. Darunter ist vielleicht eine Schule, welche noch vor wenigen Augenblicken mit Stimmen belebt worden war und nun bis zum nächsten Sonnenstrahl tief und fest schläft.

Und wenn die Worte nicht erloschen sind, dann leben sie noch heute.